Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung von Kaninchen:

Kaninchen sind Pflanzenfresser und ihr Verdauungssystem auf ständiges Fressen eingestellt. Täglich frisches Heu ist ein unbedingtes Muß und für die Verdauung der Tiere sehr wichtig! Das Heu sollte immer in einer Heuraufe angeboten werden, damit es nicht verschmutzt wird.

Das Grundfutter besteht aus Gras, Löwenzahn, Wiesenpflanzen und Blättern.

Im Winter kann man dann ausweichen auf harte Salate wie z.B. Chicoree, Endivien usw., Möhrengrün, Kohlrabiblätter, Wirsing, Grünkohl, Kohlblätter, Fenchel, Pastinake, rote Beete usw.

Weiche Salate wie Kopfsalat, Lollo Rosso usw. sind nicht gut verträglich. Diese Salate sind sehr nitrathaltig und fördern in größeren Mengen Durchfall.

Grünfutter:
Gras, Löwenzahn, Spitzwegerich, Breitwegerich, Gänseblümchen, Vogelmiere, Giersch, Kamille, Wilde Möhre, Sauerampfer, Schafgarbe, Wiesenkräuter, Klee, Kräuter in kleinen Mengen und nur 2-3 x pro Woche  (Petersilie, Basilikum, Dill, Pfefferminze etc.) Zu viele Kräuter verursachen Blasengries, Verdauungsprobleme und Bauchschmerzen.
Wichtig: nicht an Straßenrändern, Hundewiesen oder gespritzten Flächen pflücken.

Sonstiges: 
Broccoli, Chicoree, Chinakohl, Erbsengrün, Fenchel, Gurken, Maisblätter, Tomate, Speisekürbis, Sellerie, Eisbergsalat, Himbeer- u. Brombeerblätter, Weinblätter, Blätter von Erdbeerpflanzen, getrocknete Brennnessel.

Obst und Beeren: 
Möhren, Äpfel, Bananen, Birnen, Steinobst ohne Kerne,  
Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Kiwi, Melone, Traube usw. in kleinen Mengen und  nur ca. 2 x/Woche. Einige Kaninchen reagieren mit Durchfall auf Möhren. In diesem Fall komplett weglassen.

Exotische Früchte können Durchfall verursachen.

Zweige/Blätter: 
Kaninchen lieben es frische Zweige abzunagen und nebenbei schont es das Holz Ihres Stalles.  Geeignet sind: Haselnuss, Apfelbaum, Schlehe, Birke, Buche ...  

Kraftfutter:
Trockenfutterarten aus dem Fachhandel sind für die Ernährung ungeeignet und überflüssig (Poppig aufgemachte, mit Zucker gesüßte Getreidestangen etc.) Sie dienen lediglich dem Hersteller und dem Auge des Tierhalters. Das Magen-Darm-System des Kaninchens ist für diese Art der Ernährung nicht ausgelegt.
Im Laufe der Zeit kommt es zu schweren Verdauungs- u. Zahnproblemen. Da die Zähne des Kaninchens ständig nachwachsen, Trockenfutter aber schnell satt macht, gibt es nicht genügend Zahnabrieb und die Zähne wachsen unnatürlich lang nach. Es folgen ständige Tierarztbesuche und Schmerzen für das Tier. Auch sind die Pellets viel zu hart für die Zähne und die Zahnwurzel wird ständig gereizt.
Zuviel Getreide sorgt für Fehlgärungen und Übergewicht.

Gesundes Kraftfutter:
Im Winter – bei Minusgraden - kann man z.B. Trockenkräuter, gemischt mit Sämereien und Kernen (Sonnenblumen, Haferflocken, Hirse, Fenchelsamen usw.) zufüttern. Vogelfuttermischungen eignen sich hierfür sehr gut.

Wasser:
täglich frisches Wasser, am besten im Napf anbieten und nicht in einer Nippeltränke. In diesen Tränken kommt das Wasser nur tröpfchenweise heraus und im Winter kann die Zunge der Tiere am Metall festfrieren .

 

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